Samstag 05. Juni 2010

Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Hallo ihr Lieben,
die 10 Gewinner unseres letzten Gewinnspiels wurden bereits per Email benachrichtigt. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die mich mit ihrer Teilnahme an der Umfrage unterstützt haben.

Die mit Abstand meisten Stimmen erhielt das Thema „Aktivierung unserer Selbstheilungskräfte“, was dann auch das Thema des nachfolgenden Beitrags darstellt. Ich wünsche viel Erfolg damit.

Zuvor noch ein kleiner Hinweis für alle Camp-Interessierten: Die Online-Anmeldung zum Ella-Camp vom 02. bis 16. Oktober ist ab sofort frei geschaltet. Informationen und Anmeldung>>>

Aktivierung der Selbstheilungskräfte

In der Heilkunde sagt man, dass jede Heilung im Grunde genommen eine Selbstheilung darstellt. Unser Körper verfügt über die unglaublichsten Selbstheilungskräfte – sie müssen nur aktiviert werden!

Doch warum ist das eigentlich so? Wieso müssen unsere Selbstheilungskräfte durch Medikamente oder andere Behandlungsmethoden erst aktiviert werden? Wieso aktivieren sie sich nicht automatisch, wenn wir krank sind, oder noch besser, bevor wir überhaupt krank werden?

Schaut man sich diese Fragestellung aus dem Blickwinkel der Neurowissenschaften an, stößt man auf eine unangenehme Wahrheit: Unsere Selbstheilungskräfte starten nicht automatisch, weil wir sie unwissentlich unterdrücken! Die positive Nachricht: Es ist nicht schwer, damit aufzuhören und sie wieder zu aktivieren, man muss jedoch etwas an seinen Gewohnheiten ändern. Und das tut man nur, wenn man auch genug Motivation dazu hat.

Zwei Dinge sind wichtig, damit diese Motivation wirklich nachhaltig entstehen kann. Man muss wissen, dass es wirklich funktioniert, und man muss wissen, dass es der einfachste Weg ist. Fehlt einer dieser beiden Faktoren, entsteht keine langfristige Motivation.

Um beide Faktoren unzweifelhaft zu erfüllen, habe ich mich dazu entschlossen, diesen Beitrag deutlich wissenschaftlicher zu gestalten als üblich und auf einer sehr elementaren Ebene zu beschreiben, wie Selbstheilung funktioniert und welchen Einfluss wir darauf tatsächlich haben. Ich werde im Folgenden dazu über neurobiologisch gesicherte Fakten sprechen.

Um unsere körperlichen Selbstheilungskräfte zu verstehen, müssen wir uns für einen Moment an den Ursprung unserer physischen Existenz begeben. Wir beginnen unser Leben nach der Befruchtung als Einzeller! (Seltsames Gefühl, oder?!)

Diese so genannte Stammzelle beinhaltet unsere vollständige DNS (englisch DNA). Das ist ein unglaublich langes zu einem Knäuel aufgewickeltes Molekül. Abgewickelt würde es eine Länge von ca. 2 Metern aufweisen. Auf diesem 2 Meter langen Molekül sind wie auf einer Computerfestplatte alle Informationen gespeichert, die uns als Mensch ausmachen.

Nach der Befruchtung teilt sich die Stammzelle, wobei sie jedes Mal eine vollständige Kopie des DNS-Moleküls herstellt. Und jede aus der Stammzelle entstandene Zelle teilt sich erneut unter der Herstellung einer weiteren Kopie. In jeder einzelnen Körperzelle ist dadurch immer die komplette DNS enthalten.

Mit der Zeit spezialisieren sich dann einige Zellen auf bestimmte Funktionen. Manche werden zu einer Leber- oder Nierenzelle, andere zu Muskel- oder Gehirnzellen usw.

Was eine Leberzelle jedoch von einer Gehirn- oder Muskelzelle unterscheidet, ist nicht die DNS. Dieses 2 Meter lange Molekühl ist wie gesagt in jeder einzelnen Zelle unseres Körpers identisch. Doch woher weiß dann eine Leberzelle, dass sie wie eine Leberzelle aussehen und funktionieren soll und nicht wie eine Herz- oder Nierenzelle?

Stell dir einmal die DNS in deinen Zellen als ein 2 Meter langes Stromkabel vor. So wie dieses Stromkabel eine Isolierung hat, so besitzt auch unsere DNS eine Isolierschicht. Fast das komplette Molekül ist damit bedeckt – bis auf einen winzig kleinen Teil, der quasi blank liegt. Und genau dieser Teil wird von unserer Zelle abgelesen. Die Informationen, die hier stehen, sagen der Zelle, wie sie aussehen und wie sie funktionieren soll. Was eine Nierenzelle von einer Gehirnzelle unterscheidet, ist also einfach nur eine andere blanke Stelle auf der DNS.

Doch dieser kleine Teil der DNS, der blank liegt, ist nicht immer der gleiche. Im Gegenteil, er wird ständig verschoben, um den unterschiedlichen Anforderungen des Lebens gerecht werden zu können. In der Genetik nennt man diesen Vorgang Zellregulation.

Wenn z.B. die Entgiftungsfunktion unserer Niere angeregt werden soll, dann müssen unsere Nierenzellen in ihrer Funktion verändert werden. Die blanke Stelle auf der DNS der Nierenzellen wird dazu ein klein wenig verschoben, um Informationen freizulegen, die der Zelle sagen, wie sie bis auf weiteres funktionieren soll, um die erhöhte Entgiftungsfunktion des Organs zu gewährleisten.

Damit das geschehen kann, muss die Nierenzelle gesagt bekommen, welchen Teil sie auf der DNS jetzt blank legen und damit ablesen soll. Das geschieht durch bestimmte Neurotransmitter – chemische Botenstoffe, die über das Blut an der Außenseite der Zellen an dafür vorgesehenen Rezeptoren andocken und so die Zelle informieren.

Natürlich müssen diese Neurotransmitter irgendwo herkommen. Entweder müssen sie von außen in Form eines Medikamentes (beispielsweise Hormonpräparate) zugefügt werden oder unser Körper muss sie selbst produzieren. Es gibt Zellen in unserem Körper, die so etwas können. Doch diese Zellen tun das nicht aus Jux und Tollerei. Sie tun es nur, wenn ihre Zellfunktion entsprechend reguliert wird, was erneut durch dafür vorgesehene Neurotransmitter geschieht, die wiederum andere Zellen produzieren.

Und so geht das endlos weiter. Unser Körper besteht aus 100 Billionen (100.000.000.000.000) Körperzellen. Diese unvorstellbar große Anzahl an Zellen müssen permanent und sehr präzise reguliert und aufeinander abgestimmt werden, damit die einzelnen Zellverbände, die sich zu Organen zusammengeschlossen haben, ihre spezifischen Aufgaben sinnvoll und zum Wohl des gesamten Körpers ausführen können. Würde das nicht geschehen, wären wir nur ein gigantischer Haufen von zusammenklebenden Zellen.

Zusammenfassung: Jede Veränderung einer Körperfunktion wird durch eine sehr präzise Zellregulation verursacht. Neurotransmitter sagen der Zelle, welchen Bereich sie auf ihrer DNS ablesen soll, und das sagt ihr, wie sie funktionieren soll. Die Neurotransmitter werden von anderen Körperzellen produziert, die wiederum durch andere Neurotransmitter zu dieser Produktion reguliert wurden. Unser gesamtes Körpergeschehen ist damit eine gigantische Kettenreaktion von Zellregulationen.

Doch jede Kettenreaktion hat einen Ursprung. Und dieser liegt in unseren Nervensystemen. Die Aufgaben aller Nervensysteme bestehen darin, Veränderungen wahrzunehmen, diese zu beurteilen und auf eine angemessene Art und Weise darauf zu reagieren. Der menschliche Körper besitzt eine Vielzahl von verschiedenen Nervensystemen, die alle miteinander vernetzt sind. Das komplexeste Nervensystem ist unser Gehirn.

Schauen wir uns einen solchen Vorgang einmal genauer an. Nehmen wir einmal an, wir beurteilen irgendeinen Umstand in unserem Leben bewusst oder unbewusst als Missstand – also als etwas, das eine potenzielle Gefährdung unseres Wohlergehens darstellt. Sofort erhöht unser Zentrales Nervensystem die Aktivierung von Stresskaskaden, um die Leistungsfähigkeit unseres Organismus zu steigern, damit dieser potenziell gefährliche Missstand so schnell wie möglich in Ordnung gebracht werden kann.

Für den Fall, dass du es ganz genau wissen willst:

Missstandsbeurteilungen aktivieren das Argin-Vasopressin (AVP), das Renin-Angiotensin-II-Aldosteron-System (RAAS), die Hypothalamus-Hypophyse-Schilddrüsen-Achse (HPT-Achse), die Wachstumshormonachse, die Symphatetic Adreno-Medullary Achse (SAM-Achse) und die Hypothalamic-Pituitary-Adrenocortical Achse (HPA-Achse).

Alle Stresskaskaden sorgen für veränderte Zellregulation. Im Rahmen von Missstandsbeurteilungen nimmt die HPA-Achse eine herausragende Rolle ein, weshalb wir uns dieses System einmal genauer anschauen.

Der Hypothalamus bildet nach einer grundsätzlichen Missstandsbeurteilung das Corticotropin-releasing Hormon welches zum einen die Hypophyse dazu anregt, das Adrenocortricotrope Hormon zu synthetisieren und zum anderen direkt auf den Organismus einwirkt. Das ACTH gelangt über die Blutbahn zur Nebennierenrinde, wo die Bildung von Corticosteroiden angeregt wird. Der bedeutendste Vertreter dieser Art ist das Cortisol, das genau wie das Adrenalin und das Noradrenalin ein Aufputschmittel darstellt, jedoch eher eine Langzeitwirkung besitzt.

Und genau hier liegt das Problem. In dieser Langzeitwirkung!

Unsere Missstandsbeurteilungen sorgen also dafür, dass jede einzelne Zelle in unserem Körper so reguliert wird, dass wir das Maximum an Leistung erbringen können. Dabei wird bewusst in Kauf genommen, dass die so veränderten Organfunktionen langfristig ungesund sind.

Bei einem Tier in freier Wildbahn geschieht das recht selten und immer nur für sehr begrenzte Zeit, denn es gibt nicht allzu oft einen tatsächlich lebensgefährlichen Missstand im Leben eines Tieres. Daher hat sein Körper auch kein nennenswertes Problem damit, die Schäden, die durch die ungesunden Organfunktionen entstanden sind, später wieder zu reparieren.

Beim Menschen sieht es leider anders aus. Zwar haben wir noch viel seltener als die Tiere einen echten lebensgefährlichen Missstand in unserem Leben, doch wir beurteilen so viele Lebensumstände fälschlicherweise als Missstand (die uns in Wirklichkeit schlicht und ergreifend einfach nur nicht gefallen), dass wir unser Leben fast ausschließlich mit nachteilig veränderten Organfunktionen führen.

Neurowissenschaftliche Statistiken sprechen hier eine sehr deutliche Sprache. 98,8 Prozent aller Krankheiten beim Menschen sind demzufolge funktionell und nicht genetisch bedingt. Bei nur 1,2 Prozent aller Krankheiten liegt der Fehler in einer fehlerhaften DNS. Hier stehen also tatsächlich falsche Informationen im DNS-Molekül. Erwähnenswert ist hierbei, dass nur ein kleiner Teil der genetisch bedingten Krankheiten dann tatsächlich ausbricht, denn in den meisten Fällen werden die Fehler von falsch programmierten Zellen durch die Regulation anderer Körperzellen kompensiert. Diese Ausgleichsregulation ist Bestandteil unserer Selbstheilungskräfte, die bestens funktionieren, wenn wir sie nicht durch unsinnige Missstandsbeurteilungen davon abhalten!

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass fast alle unsere Krankheiten durch Fehlregulation entstehen, die zum großen Teil durch unsere Missstandsbeurteilungen verursacht werden. Unsere Missstandsbeurteilungen wirken demnach tatsächlich bis in den Kern jeder einzelnen Körperzelle hinein. Eine Tatsache, der sich kaum jemand bewusst ist.

Sind wir dann erkrankt, müssen wir versuchen, mit Medikamenten und anderen Behandlungsmaßnahmen die Fehlregulationen unserer Organe wieder in den Griff zu bekommen. Diese Behandlungen können Leben retten. Dennoch sollten sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie uns alleine keine Gesundheit herbeizaubern können.

In der Regel übt eine effektive Behandlung eine starke Reizwirkung auf unsere körpereigenen Regulationssysteme aus. Sie gibt damit einen Anstoß zur Neuregulation, die der Körper oft einfach nicht mehr vornimmt, weil er sich bereits an die falsche Körperfunktion gewöhnt und sie damit akzeptiert hat.

Was uns dann heilt, ist nicht die Behandlung selbst, sondern die dadurch angestoßene Neuregulation. Medikamente und andere therapeutische Maßnahmen sind in ihrer Wirkung viel zu grob, als dass sie 100 Billionen Körperzellen präzise regulieren und aufeinander abstimmen könnten. Dazu sind nur unsere körpereigenen Selbstheilungskräfte in der Lage, die sich über viele Millionen Jahre Evolution perfektioniert haben. Behandlungsmaßnahmen können hier also nur einen Neuregulationsprozess anstoßen. Das ist ihr Sinn und Zweck und ihr großer Wert für unsere Gesundheit.

Wie gut eine Behandlung dann in der Praxis anschlägt, ist voll und ganz davon abhängig, wie gut die dadurch ausgelöste Selbstregulation unserer Körperzellen funktioniert. Verzerren wir diese Funktion weiterhin durch Missstandsbeurteilungen in die krankhafte Richtung, werden das teuerste Medikament und der beste Heiler der Welt langfristig kennen Erfolg haben können.

Jede Heilung ist also letztendlich tatsächlich eine Selbstheilung. Wollen wir das volle Potenzial unserer Selbstheilungskräfte nutzen, sollten wir also unbedingt damit aufhören, unsere Organfunktionen durch falsche Missstandsbeurteilungen krankhaft zu verändern.

Um falsche Missstandsbeurteilungen von echten unterscheiden zu können, brauchst du dich nur zu fragen, ob dein Überleben durch diesen Umstand tatsächlich gefährdet ist. Ist dies nicht der Fall, ist es für dein Emotionalgehirn auch kein Missstand und sollte vom Großhirn auch nicht so beurteilt werden. Dann sind es einfach nur Umstände, die du ändern kannst, wenn du willst, aber nicht musst.

Krankheiten sind übrigens auch keine Missstände, obwohl sie unser Leben gefährden. Der Grund: Missstände sind immer Umstände, denen man ausgesetzt ist. Das ist bei Krankheiten aber nicht der Fall. Krankheiten sind Fehlfunktionen unseres Körpers, also etwas, was unser Körper tut und nicht Umstände, denen er ausgesetzt ist. Unser Körper hat also keine Krankheiten, er macht sie! Das ist ein gewaltiger Unterschied. So lange wir so tun, als hätten wir Krankheiten, werden wir sie als Missstände ansehen. Und das hat sehr unsinnige Konsequenzen.

Diese falsche Missstandsbeurteilung führt sofort erneut zu einer Fehlregulation unserer Körperfunktionen, was unsere Krankheit nur noch schlimmer macht, was wir wiederum als Missstand beurteilen, was unser Krankheit dann noch schlimmer macht, was erneut zu einer verstärkten Missstandsbeurteilung führt usw. usw. Kein Tier käme auf die Idee, seine Krankheiten als Missstand zu beurteilen, und wir sollten diesen Unsinn auch nicht mehr machen.

Wir sollten falsche Missstandsbeurteilungen meiden wie Gift, denn ihre Wirkung auf unsere Zellen ist sehr ähnlich. Stattdessen sollten wir das tun, was ich im letzten Kursbeitrag bereits vorgeschlagen habe: alles in unserem Leben so positiv wie möglich beurteilen. Einen anderen Weg gibt es nicht. Zumindest langfristig nicht! Übergangsweise können wir jedoch noch etwas anderes tun.

Aus evolutionspsychologischer Sicht kann sich ein Mensch die gesunde Regulation seiner Körperfunktionen nur dann leisten, wenn kein ernsthafter Missstand vorliegt. Es gibt jedoch eine Ausnahme! Wenn wir uns nämlich von unserem Umfeld beschützt und unterstützt fühlen. In diesem Fall ist die erforderliche Sicherheit unseres Lebens trotz des Vorhandenseins eines Missstandes gewährleistet. Aus diesem Grund gilt in der Psychoneuroimmunologie die empfundene soziale Unterstützung als Gesundmacher Nr. 1.

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die gesunde Regulation unserer Körperfunktionen sehr viel besser funktioniert, wenn wir uns von anderen Menschen geliebt, umsorgt, beschützt oder unterstützt fühlen.

Hier kommt es wohl gemerkt nicht darauf an, wie viel Unterstützung wir tatsächlich von unserem sozialen Umfeld erhalten. Es kommt darauf an, wie sehr wir uns unterstützt fühlen! Dieses Gefühl ist wie jedes Gefühl das Ergebnis unserer Beurteilung.

(In Robin und das Positive Fühlen habe ich diesen Sachverhalt mit dem Mann verdeutlicht, der von seinem Chef ins Büro gerufen wird. Du erinnerst dich sicherlich. Der Chef will ihm in Wirklichkeit kündigen, aber der Mann ist zu dämlich, das zu kapieren. Er bildet sich stattdessen ein, der Chef wolle ihm eine Gehaltserhöhung geben und empfindet in dieser Situation Freude. Die Situation bestimmt also nicht seine Gefühle, sondern seine Beurteilung der Situation.)

Wenn du deine Selbstheilungskräfte aktivieren willst, dann stehen dir dafür schon mal zwei Maßnahmen zur Verfügung:

1. Lass los von dem Gift falscher Missstandsbeurteilungen und beurteile alles in deinem Leben so positiv wie möglich.

2. So lange du damit noch nicht ganz durch bist, denk immer wieder mal an die vielen lieben Menschen, die dir im Falle eines Falles beistehen würden oder es sogar gerade tun, und fühl dich von ihnen unterstützt. Spüre deine Dankbarkeit dafür, denn die ist ein wichtiger Bestandteil des Effektes.

Diese beiden Maßnahmen sind vollständig davon abhängig, dies auch unbewusst wirklich tun zu wollen. Viele Menschen neigen jedoch aus Unwissenheit dazu, die Dinge lieber negativ zu sehen. Die Gründe dafür habe ich in meinem letzten Kursbeitrag ausführlich erläutert. Solltest du daher Schwierigkeiten damit haben, von deinen Missstandsbeurteilungen loszulassen und die Unterstützung deines sozialen Umfeldes zu erkennen, dann möchte ich dir empfehlen, den Beitrag Hoffnung und Erlösung noch einmal zu lesen.

Wie viel dieser Beitrag tatsächlich ausmachen kann, konnte ich in den letzten Wochen beim Positiv Fühlen Seminar miterleben. Seit dem häuft sich ein wunderbares Phänomen im Seminar, das in der Vergangenheit nur sehr selten auftrat. Das Unterbewusstsein wandelt permanent und völlig automatisch, also ohne Zutun des Bewusstseins, sofort jede Art von Missstandsbeurteilung in eine positive Beurteilung um. Gleichzeitig aktiviert es die Motivation, die Umstände, die ja in Wirklichkeit auch jetzt schon im grünen Bereich sind, noch weiter zu verbessern und aktiviert dazu alle verfügbaren Fähigkeiten, die man sich im Laufe seines Lebens angeeignet hat. Im Klartext heißt dies: Man hat keine emotionalen Probleme mehr. Es zieht ständig nur noch hoch und das völlig automatisch.

Diese unbewusste Automatisierung geschah in der Vergangenheit wie gesagt nur sehr selten und dann meistens nur bei den Teilnehmern, die das Seminar aus Übungszwecken wiederholten oder zu Hause sehr viel übten. Seit Hoffnung und Erlösung geschieht es jedoch in jedem Seminar, und das bereits am zweiten Seminartag und gleich bei ca. 15 bis 20 Prozent der Teilnehmer.

Ich kann daher gar nicht genug betonen, wie wichtig ich den Entscheidungsprozess aus dem letzten Kursbeitrag finde. Die gesamte Umsetzung steht und fällt mit der Motivation, es tatsächlich zu wollen. Ich hoffe, dieser Beitrag über unsere Selbstheilungskräfte konnte ebenfalls dazu beitragen, diese Motivation noch einmal zu verstärken.

Abschließend möchte ich dir noch eine dritte Maßnahme anbieten, mit der du deine Selbstheilungskräfte wieder stärker aktivieren kannst. Im Gegensatz zu den beiden oben benannten fehlt hier allerdings noch die wissenschaftliche Bestätigung. In der Praxis hat diese Maßnahme jedoch schon oft Wunder bewirkt, daher erlaube ich mir trotz aller Wissenschaftlichkeit dieses Beitrages, diese Maßnahme nachfolgend aufzuzeigen.

Es geht um das Positive Fühlen. Viele meiner Buchleser und Seminarteilnehmer berichten über sehr positive gesundheitliche Wirkungen des Positiven Fühlens. Dabei geht es sowohl um körperliche als auch geistige Gesundheitsphänomene. Das Positive Fühlen wurde jedoch nicht als Heilmethode konzipiert und sollte auch nicht „gegen“ Krankheiten eingesetzt werden. (Also nicht auf deine Krankheiten konzentrieren, während du ins Positive Fühlen gehst.) Es handelt sich hier lediglich um einen schönen Nebeneffekt.

Die Wohlgefühle des Positiven Fühlens entstehen im Körper von Natur aus nur dann, wenn aktuell in unserem Leben alles in Ordnung ist. Lassen wir diese Körperempfindungen jedoch willentlich entstehen, wirkt der Mechanismus auch umgekehrt. Wir zeigen unserem Emotionalgehirn auf diese Weise über unsere körperlichen Wohlgefühle eine Wohlstandsbeurteilung auf. Mit Wohlstand meine ich hier nicht den finanziellen Wohlstand, sondern ganz allgemein das Gegenteil von Missstand. Und diese Wohlstandsbeurteilung aktiviert unsere Selbstheilungskräfte.

Das Positive Fühlen kann bei regelmäßiger Anwendung dabei eine ganze Menge an Missstandsbeurteilungen kompensieren. Alles geht jedoch nicht. Außerdem ist es sehr mühsam, permanent im Positiven Fühlen zu bleiben, wenn man sich gleichzeitig ständig mit Missstandsbeurteilung runterzieht. Ich sehe daher das Positive Fühlen und das Umbeurteilen aller Missstände als gegenseitige Ergänzung an.

Kommen wir noch einmal auf den letzten Kursbeitrag zurück: Alles fällt und steht mit unserer Motivation. Ich möchte dir daher empfehlen, dir weiterhin regelmäßig bewusst zu machen, dass es uns im Leben immer nur um zwei Dinge geht: Leid vermeiden, Wohl erreichen. Falsche Missstandsbeurteilungen sind das Gift unseres Lebens und bringen unweigerlich Leid. Positive Beurteilungen sind hingegen nicht nur Balsam für unseren Körper, sie bringen uns Wohlstand in alle Bereiche unseres Lebens.

Diese elementaren Erkenntnisse sollten zu einem festen Bestandteil unserer Persönlichkeit werden, denn nur dann haben wir eine Chance auf ein wirklich leidfreies und glückliches Leben. Je stärker unsere Motivation ist, falsche Missstandsbeurteilungen in Wohlstandsbeurteilungen umzuwandeln, desto schneller automatisiert unser Unterbewusstsein diese Aufgabe und zeigt uns, wie schön unser Leben in Wirklichkeit sein kann. Ich wünsche dir für deine Umsetzung viel Erfolg und vor allem ganz viel Motivation.

(An die Teilnehmer des Positiv Fühlen Seminars: Ihr könnt den Motivationseffekt auf eine sehr einfache Art und Weise um ein Vielfaches verstärken. Geht einfach in die REM-Phase, während ihr in dem Gefühl drin seid, dass Missstandsbeurteilungen das Gift eures Lebens darstellen. Danach geht in das Gefühl, dass eure positiven Beurteilungen das pure Glück sind und geht auch damit in die REM-Phase. Das kostet euch nur eine Minute. Wiederholt diesen Prozess dann ab und an, damit diese Motivation auch langfristig ein Teil eurer Persönlichkeit bleibt.)

Ich möchte gerne abschließend noch etwas zu diesem Onlinekurs sagen, was mir auf dem Herzen liegt. Einige meiner Lesen sind der Meinung, dass ich hier gezielt Informationen zurückhalte und damit die Umsetzung unnötigerweise erschwere, weil ich will, dass die Leute ins Seminar kommen.

Richtig ist, dass die Umsetzung im Seminar sehr viel einfacher und schneller funktioniert. Richtig ist auch, dass ich deswegen am liebsten alle meine Leser im Seminar hätte. Falsch ist jedoch, dass ich deswegen Informationen zurückhalte.

Mir ist die Meinung meiner Leser sehr wichtig, denn ohne euch gäbe es mich nicht. Daher werde ich nachfolgend alle „Geheimnisse“ des Positiv Fühlen Seminars ausplaudern, damit sich jeder selbst ein Bild vom Wahrheitsgehalt meines Statements machen kann.

Sollten dich diese „Geheimnisse“ nicht interessieren, möchte ich mich an dieser Stelle bereits von dir verabschieden. Zum Thema Aktivierung unserer Selbstheilungskräfte habe ich alles gesagt. Im nachfolgenden Text geht es vorwiegend um die Funktionsweise unseres Unterbewusstseins und darum, was wir im Seminar tun, um möglichst gut mit ihm zusammen zu arbeiten.

Die Teilnehmer des Positiv Fühlen Seminars lernen neben der Technik des Positiven Fühlens auch eine Methode, mit der sie alte Programme aktualisieren können, die in ihrem Unterbewusstsein gespeichert sind. Was ich hier mit alten Programmen meine, lässt sich am einfachsten mit einem Bespiel aus der Therapiepraxis erklären.

Es geht in diesem Beispiel um eine Jurastudentin, die urplötzlich keine Bücher mehr in die Hand nehmen konnte. Sobald sie das tat, wurde sie von den schlimmsten Emotionen überschüttet und bekam heftige Kopfschmerzen. Dieses seltsame Problem trat zum ersten Mal auf, als sie in der Universitätsbibliothek ein in Leder eingebundenes Buch aus dem Regal zog. Danach konnte sie plötzlich keine Bücher mehr anfassen, was für ihr Studium nicht gerade ein Segen war. Diese Frau ließ sich daraufhin therapeutisch behandeln.

In einer hypnotischen Rückführung erlebte sie dabei, wie sie als dreijähriges Mädchen in der Privatbibliothek ihres Vaters spielte - einem begeisterten Buchliebhaber. Sie nahm unwissentlich eines seiner teuersten Bücher - ein in Leder eingebundenes Exemplar - und spielte damit so, wie eine Dreijährige nun mal mit Büchern und Buntstiften spielt. Der Vater empfand dies gleich einer Hinrichtung seines geliebten Buches. Er war völlig außer sich und schimpfte die Kleine fürchterlich aus. Dabei verbot er ihr ein für alle mal, die Bücher der Erwachsenen zu nehmen. Die Kleine verstand unter der Terminologie „Bücher der Erwachsenen“ automatisch die in Leder eingebundenen Exemplare.

27 Jahre lang kam sie mit keinem in Leder eingebundenen Buch mehr in Berührung, sodass das Verbot des Vaters längst in Vergessenheit geraten war. Nicht jedoch für das Unterbewusstsein, der bis dahin dreißigjährigen Frau. Das Unterbewusstsein vergisst nie etwas. Und so geschah es, dass das in Leder eingebundene Buch, das sie in der Universitätsbibliothek aus dem Regal zog, das Verbot des Vaters und die schlimmen Gefühle von damals wieder aufleben ließ.

Doch ihr Unterbewusstsein hatte in der Zwischenzeit dazu gelernt. Sie wusste jetzt, dass nicht nur die in Leder eingebundenen Exemplare „Bücher der Erwachsen“ waren, sondern alle Bücher, mit denen sie derzeit zu tun hatte.
Und damit weitete sich das Verbot des Vaters auf alle Bücher aus.

Nachdem sie die Ursache ihrer Probleme erkannt hatte und ihr klar wurde, dass das Verbot von damals heute keine Bedeutung mehr für sie haben konnte, verschwand das Phänomen auf der Stelle. Sie konnte also wieder ohne Probleme Bücher lesen.

Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie unser Unterbewusstsein arbeitet. Es speichert Erfahrungen, auf die es durch entsprechende Auslöser in unserem Alltag wieder zurückgreift, sehr ähnlich ab wie ein Computer. Die jeweiligen Erfahrungen werden dabei genau so abgespeichert, wie sie damals erlebt wurden. Sie werden von unserem Unterbewusstsein nicht automatisch auf den neuesten Stand unserer geistigen Entwicklung gebracht. Und so haben wir sehr häufig emotionale Probleme, die aufgrund unserer heutigen Fähigkeiten, unseres aktuellen Wissens und unserer heutigen Lebenseinstellung eigentlich gar keine Probleme mehr sind. Dennoch fühlen wir uns schlecht, weil nicht der aktuelle Stand unseres Wissens unsere Gefühle bestimmt, sondern die in unserem Unterbewusstsein abgespeicherte alte Erfahrung.

Um diese alten Erfahrungen auf den neusten Stand unseres Wissen zu bringen, verwenden wir im Seminar die bilaterale Hemisphärenstimulation - eine einfache, aber höchst effektive neuroemotionale Technik, deren Wirksamkeit in mehr als 20 wissenschaftlichen Studien bestätigt wurde.

Diese Technik habe ich mit dem Positiven Fühlen gekoppelt und mit den Funktionsprinzipien des Motivationsdesigns verschmolzen. Heraus kam eine Methode, die alte Erfahrungen direkt dort aktualisiert, wo sie abgespeichert sind - in unserem Unterbewusstsein.

Die Ursachen unserer Probleme müssen bei dieser Methode nicht mehr gesucht und ins Bewusstsein gebracht werden, damit sich etwas verändern kann. Denn das benötigt in der Praxis sehr viel Zeit und Energie und beschert uns zudem noch eine ganze Menge an schlechten Gefühlen. Stattdessen bringen wir dem Unterbewusstsein lieber alles bei, was es braucht, um diese Aktualisierung selbstständig durchführen zu können. Wenn einen dann im Alltag irgendetwas runter zieht, benötigt die gesamte Umsetzung in der Regel nur noch 20 bis 30 Sekunden. Danach sind die Gefühle plötzlich vollkommen in Ordnung. Das grenzt fast schon ein wenig an Zauberei, ist aber ein ganz normaler neurobiologischer Vorgang.

Diese neuroemotionale Methode wird im Seminar Schritt für Schritt demonstriert und intensiv eingeübt. Diese Schritte ohne Demonstration in allen Details alleine mit Worten beschreiben zu wollen, würde bei jedem einzelnen Schritt die gleiche Verwirrung hervorbringen wie die Montageanleitung eines IKEA-Schranks. Und unsere Methode hat viele Schritte, die auch noch alle aufeinander aufbauen! Bei keinem der Schritte darf sich ein Missverständnis einschleichen, sonst funktioniert die ganze Methode nicht mehr richtig.

Alle Schritte unmissverständlich nur mit Worten zu beschreiben, ist einfach nicht möglich. Das geht nur im persönlichen Kontakt, allenfalls noch per Video oder so, aber sicher nicht über den Schriftweg.

Zwei Drittel aller Situationen, in denen es uns im Alltag unsinnigerweise runter zieht, können mit dem Zwischenstand, den wir nach ca. einer Stunde des Übens im Seminar erreicht haben, in Situationen umgewandelt werden, die uns zukünftig hochziehen. Denn bei zwei Drittel aller Situationen handelt es sich wie bei der Jurastudentin lediglich um völlig überholte Kindergefühle. Für das restliche Drittel benötigt unser Unterbewusstsein dann ein wenig mehr Unterstützung. Vor allem braucht es Informationen darüber, was denn eigentlich genau dafür verantwortlich ist, dass es uns runter zieht. Und das ist immer das gleiche – Missstandsbeurteilungen. Es gibt keinen anderen Grund. Auch hier habe ich keine Informationen zurückgehalten. Was es höchstens noch dazu zu bemerken gäbe, ist, dass es zwei unterschiedliche Arten gibt, wie Missstandsbeurteilungen uns runter ziehen können.

1. Wir wollen den Missstand abstellen und wissen nicht wie. Wenn das geschieht, zieht es uns runter in die Machtlosigkeit.

2. Wir haben die Schnauze voll von diesem scheiß Missstand und wollen einfach nicht mehr. Dann zieht es uns runter in die Frustration, Enttäuschung oder Resignation.

Aber ob wir nun nicht mehr wollen oder nicht können, die Ursache des Übels liegt immer in der Missstandsbeurteilung selbst.

Insgesamt gibt es drei Quellen von Missstandsbeurteilungen:

1. Gewohnheit (Wir tun es einfach, weil wir es immer so getan haben.)

2. Zu hohe Notwendigkeiten (siehe Beitrag Hoffnung und Erlösung)

3. Negativmotivationen (Siehe Beiträge über Motivationsdesign. Kurze Zusammenfassung: Die Motivation, etwas Negatives vermeiden oder loswerden zu wollen, bekommt von unserem Emotionalgehirn evolutionsbedingt automatisch eine sehr hohe Notwendigkeit zugesprochen. Und Notwendigkeiten führen zu Missstandsbeurteilungen.)

Wie ich in diesem Onlinekurs bereits ausführlich erörtert habe, liegt für unser Emotionalgehirn nur dann ein Missstand vor, wenn unser Überleben tatsächlich gefährdet ist. Diese Tatsache nutzen wir auch im Seminar. Sie gibt dem Unterbewusstsein die Möglichkeit, Missstandsbeurteilungen zu überprüfen. Erkennt es, dass es sich um keinen echten Missstand handelt, kann es von dieser falschen Beurteilung loslassen und stattdessen eine wahre Wohlstandsbeurteilung annehmen.

Im Seminar trainieren wir das Unterbewusstsein darauf, nach jeder erfolgreichen Umwandlung einer falschen Missstandsbeurteilung automatisch ins Positive Fühlen hochzuziehen und in einen motivierten und fähigen Funktionsmodus zu gehen. In diesem hochgezogenen Modus kann das Unterbewusstsein das Maximum seines Erfolgspotenzials nutzen, um Ideen und Energie zur Verbesserung der momentanen Umstände zu bekommen.

Wir nehmen also die Umstände, die wir fälschlicherweise zuvor als Missstände beurteilt hatten, jetzt nicht einfach so hin, nur weil wir erkennen, dass wir trotzdem noch im Wohlstand leben. Wir starten dazu jetzt jedoch eine positive Motivation, die uns das Maximum unseres Erfolgspotenzials eröffnet. Die geistige Leistungsfähigkeit ist in diesem Modus auf dem persönlichen Maximum, die emotionale Wirkung auf andere Menschen ist sehr positiv und die Realitätsgestaltung auf Erfolg ausgerichtet.

Auf diese Weise erreichen wir eine annähernd hundertprozentige Erfolgsquote bei der unbewussten Korrektur alter Missstandsbeurteilungen ohne, dass die Ursachen unserer emotionalen Probleme zuvor ins Bewusstsein gebracht werden müssen. Unser Unterbewusstsein wird auf diese Weise zu unserem ganz persönlichen Coach.

Aus ehemaligen Problemen werden dabei Aufgaben, zu deren Bewältigung man keinen Zwang mehr empfindet, sich jedoch dazu motiviert und fähig fühlt. Oder anders ausgedrückt: Hat man keine Missstandsbeurteilung mehr, hat man auch keine emotionalen Probleme mehr. Die Situationen, die zuvor noch runter gezogen haben, ziehen zukünftig sogar hoch. Und je mehr emotionale Probleme man damit bearbeitet hat, desto häufiger zieht es einen im Alltag ganz automatisch hoch.

Nachdem wir dem Unterbewusstsein die gesamte Methode zwei Tage lang beigebracht haben, sieht die Umsetzung in der Praxis folgendermaßen aus: Wenn dich etwas runter zieht, du also ein emotionales Problem mit irgendetwas hast, dann startest du den Prozess mit der bilateralen Hemisphärenstimulation. Durch das intensive Training, das wir im Seminar machen, erkennt dein Unterbewusstsein dann selbstständig, dass kein echter Missstand vorliegt und korrigiert die alte abgespeicherte Missstandsbeurteilung, die bislang im Gehirn abgespeichert war. Danach geht das Unterbewusstsein ins Positive Fühlen und aktiviert sowohl die Verbesserungsmotivation der momentanen Umstände als auch die Fähigkeiten zum Erreichen dieser Verbesserung. Du musst bei alledem gar nichts denken, sondern nur im Gefühl bleiben.

Wenn man das oft genug geübt hat, kommt die Automatisierung der Umsetzung zu Stande, von der ich in diesem Beitrag schon einmal gesprochen habe. Das Unterbewusstsein wartet irgendwann nicht mehr, bis man mit der bilateralen Hemisphärenstimulation den Prozess startet. Es legt einfach selbstständig los, sobald es einen runter zieht.

Wenn das geschieht, hat man keine schlechten Gefühle mehr. Sobald im Alltag auch nur der Funke eines schlechten Gefühls auftaucht, wird die dazu gehörige Missstandsbeurteilung sofort korrigiert und in Motivation und Fähigkeitsgefühle umgewandelt. Es zieht einen also ständig hoch ins Positive Fühlen, ohne dass man noch irgendetwas bewusst dafür tun oder denken muss.

Die geschilderte Methode zum Aktualisieren alter Programme im Unterbewusstsein ist eines von drei Eckpfeilern, auf die das Positiv Fühlen Seminar aufgebaut ist. Die anderen beiden sind das Positive Fühlen und die Arbeit mit Persönlichkeitsdefinitionen, die man als Positives Sein bezeichnen könnte.

Ich möchte an dieser Stelle jedoch darauf verzichten, das Positive Fühlen und das Positive Sein ebenfalls ausführlich zu erörtern. Ich denke, es ist deutlich geworden, dass ich das, was ich meinen Seminarteilnehmern biete, unmöglich in diesem Onlinekurs anbieten kann. Ich tue hier wirklich, was ich kann.

Als ich 2005 mit den Glückstipps anfing, benötigte ich einen Tag zum Schreiben meiner Beiträge. Für diesen Onlinekurs wollte ich die Qualität und Umsetzbarkeit meiner Beiträge jedoch steigern, sodass ich für die Texte im Jahr 2009 jeweils schon zwei Tage brauchte. 2010 sind es dann vier bis fünf Arbeitstage geworden, denn ich wollte unbedingt noch mehr bewirken.

Leider gelingt es mir nicht immer, diese vier bis fünf Arbeitstage pro Monat für das Schreiben meiner Beiträge aufzubringen, daher gab es auch keinen Beitrag für den Monat Mai. Ich bitte dafür um Verständnis und werde mir eine Lösung einfallen lassen.

Aus den Erfahrungen der letzten Jahre weiß ich, dass jetzt viele meiner Leser das Gefühl kriegen, mich bei der Lösungssuche mit ihren Ideen unterstützen zu wollen. Ich fühle mich dadurch sehr geehrt und gemocht, doch bitte schickt mir trotzdem keine Emails. Der Aufbau meiner Beiträge ist einfach zu kompliziert dafür. Jedes Wort ist sehr sorgfältig gewählt, auch wenn das vielleicht nicht den Anschein hat. Es geht nicht nur um das Vermitteln von Wissen, denn das könnte ich leicht auf zwei Seiten zusammenfassen und schnell runterrotzen. Doch das würde einfach überhaupt nichts bewirken. Ich möchte, dass das vermittelte Wissen im Unterbewusstsein meiner Leser ankommt und dort etwas bewirkt und nicht einfach nur mit dem Verstand gelesen wird. Dazu lasse ich alle wichtigen Prinzipien zur Kommunikation mit dem Unterbewusstsein einfließen, die ich in den letzten 30 Jahren bei meiner Tätigkeit als Seminarleiter gelernt habe. Diese Kommunikationsprinzipien kennt kaum jemand vollständig, daher käme ein tatsächlich funktionierender Lösungsvorschlag einem Lottogewinn gleich. Daher bitte wirklich keine Emails schicken!

Dieser Beitrag hätte natürlich einen Tag Arbeit weniger erfordert, wenn ich das Thema „Informationen zurückhalten“ nicht angesprochen hätte. Doch das war mir diesen Tag Arbeit einfach wert. Ich hoffe, ich konnte die Sache damit transparenter machen und wünsche dir eine gelungene Umsetzung bei der Aktivierung deiner Selbstheilungskräfte.

Liebe Grüße

Bodo Deletz (alias Ella Kensington)


 
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