Wie gestaltet man einen Ella-Abend?

 
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BeitragVerfasst am: Do Apr 21, 2005 16:42
   Titel: Wie gestaltet man einen Ella-Abend?


    

hallo ihr lieben,

man bin ich froh das es euch gibt....fettes danke an euch.

ich möchte um eure hilfe bitten. ich beschäftige mich schon seit sehr langem mit eurem konzept und habe auch eure bücher gelesen. nun gibt es in meinem freundeskreis viele menschen denen es nicht gut geht. auch mir geht es nicht besonders gut, obwohl ich vom verstand her euer konzept voll verstehe. ich habe vor in den nächsten 2 jahren die glückstrainer ausbildung bei euch zu machen, dies aber nur nebenbei erwähnt.

ich habe ein paar freunde neugierig machen können, die sich teilweise auch schon mit euren büchern beschäftigen. nun habe ich mir gesagt, ich möchte gerne mit meinen freunden, die auch grosses interesse daran haben so eine art (selbsthilfegruppe)bilden, die gemeinsam daran arbeiten kann euer konzept in die tat umzusetzen.

hierbei kommt ihr ins spiel (o:

ich möchte euch nämlich um rat fragen. ich befürchte wenn wir uns einfach nur treffen und reden könnte es nicht so effektiv werden wie wenn es richtig geplant wird.

könnt ihr mir tips geben wie man so einen ella-abend richtig plant, sowie weitere treffen. sollte es einen leiter geben? womit fängt man am besten an? wieviel praxis sollte man am anfang einbauen? wie strukturiere ich den abend und weitere treffen usw.

ok...ich würde mich freuen wenn ihr mir hierbei helfen könntet.

also viele liebe grüsse an euch ella-team

sven

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BeitragVerfasst am: Do Apr 21, 2005 18:15
   Titel: Wie gestaltet man einen Ella-Abend?


    

Hallo Sven,

Eine Ella-Umsetzungs-Gruppe zu gründen, ist natürlich eine klasse Idee!

Wie man ein normales Ella-Treffen organisieren könnte, haben wir ja schon im Beitrag über die Privaten Ella-Treffen angedeutet: Einfach einen Mail an uns schreiben mit den Kontaktdaten, Terminen usw., damit wir es auf der Homepage reinstellen können, ein paar interessierte Leute zusammen trommeln, und los geht’s!

Du hast aber mit Deinen Freunden ein etwas anderes Motiv: Ihr wollt gemeinsam das Konzept gezielt umsetzen. Das macht natürlich Sinn und kann auch mächtig Spaß bringen!

Dabei gibt es vor allem eines zu beachten: Dass es dabei auch wirklich ums Glücklichsein geht! Das heißt auch, dass es möglichst Spaß machen sollte, denn genau das wollt Ihr ja umsetzen.

Manche Leute denken nämlich umgekehrt: Dass man in einer solchen Gruppe alle seine Probleme lösen sollte, um glücklich zu werden, denn diese Probleme stünden ja dem Glück im Weg. Das ist so aber nicht ganz richtig! Denn wenn man alle seine Probleme lösen möchte, richtet man auch gezielt seinen Aufmerksamkeit auf diese, denn man betrachtet sie als „Gefahr“ für das Glück. Das hat aber eine ungünstige Folge: Man hat praktisch keine Zeit mehr zum Glücklichsein. Denn unsere Instinkte halten unsere Aufmerksamkeit auf den „Gefahren“. Man geht ja auch nicht über die Straße, ohne auf die Autos zu achten! Genauso achtet man beim Probleme- Lösen auch nur auf Probleme, und nicht mehr auf die Glücksmomente im Leben. Man hat ja Wichtigeres zu tun: Z.B. das Problem zu lösen, das einem gestern aufgefallen ist. Aber wenn man dieses gelöst hat und gezielt nachprüft, ob man jetzt auch alle Probleme gelöst hat, findet man bestimmt wieder eines! Denn es gibt ja immer etwas, was man gerne an seinem Leben oder sich selbst verbessern könnte.

Um also möglichst glücklich zu werden, ist das Lösen von Problemen nicht genug. Es kann höchstens ein wenig Erleichterung bringen, aber nicht das Große Glück.

Vielleicht kennst Du auch solche Leute, die schon Jahre an sich arbeiten, aber trotzdem noch nicht glücklich sind. Zugegeben, sie haben dann viel über sich heraus gefunden, aber glücklicher sind sie deshalb nicht.

Sinnvoller als weitere Probleme zu lösen, ist es also, Glücklichsein zu trainieren!

Das ist also das Wichtigste, wenn Ihr in einer Gruppe wirklich etwas umsetzen möchtet: Dass Ihr gezielt trainiert, Glücksmomente wahr zu nehmen und Glücksgefühle zu empfinden!

Startet also eine „Glücks-Trainings-Gruppe!“

Mit diesem Ziel wird natürlich alles sinnvoll, was gute Gefühle macht: Eine schöne Umgebung, ein paar Scherze zwischendurch, um locker zu bleiben, ein paar Kekse und Getränke, einfach alles was gute Laune macht. Und in dieser Stimmung könnt ihr noch gezielt Übungen machen, um das Konzept weiter umzusetzen. Denn das macht ja auch Spaß!

Du hast gefragt, ob ein Moderator sinnvoll wäre: Ab einer bestimmten Gruppengröße wäre es vielleicht von Vorteil, damit etwa keine Diskussionen aufkommen. Aber vor allem für eines wäre er gut: Damit es auch darauf achtet, dass die Gruppe das Ziel im Auge behält, Glück zu trainieren.

Ihr könntet also z.B. jemanden bestimmen (vielleicht jedes Mal ein anderer?), der darauf achtet, dass es nicht um Probleme geht oder zuviel diskutiert wird. Ihr wollt ja trainieren.

Und je mehr Spaß Ihr an einem solchen Abend habt, desto mehr habt Ihr auch Lust und Motivation, mehr damit zu machen. Oder auch im Alltag mehr auf Glücksmomente zu achten. Schließlich sind wir immer im Training!

Du hast auch gefragt, Sven, wie man einen solchen Abend konkret gestalten könnte. Geeignete Übungen gibt es schon sehr viele:

Vor allem die Übungen aus den Büchern sind dafür wunderbar verwendbar, denn sie wurden schon in den Camps und Seminaren überprüft und haben viel Fachwissen im Hintergrund.

Ihr könntet also z.B. in der Gruppe die 10 Übungen aus „Glücksgefühle bis zum Abwinken“ machen. Das macht sicher Spaß!

Oder Ihr nehmt Euch jeweils ein bestimmtes Grundmotiv aus „Die Glückstrainer“ vor und sammelt mal zusammen, was Ihr darüber verstanden habt. Das vertieft das Verständnis.

Oder Ihr macht zusammen die Übungen aus „Glücksmomente“. Die ermöglichen richtig viel Glückspotential!

Manchmal könnte es sinnvoll sein, vor einer solchen Übung noch einmal wichtige Passsagen im Buch vorzulesen. Die Gruppe ist auch immer gut für Brainstorming.

Bei manchen Übungen kann man in der Gruppe schnell eine Stoffsammlung machen, was alles sinnvoll ist, und die Übung dann zweit oder zu dritt. Danach kann man ja wieder Erfahrungen in der Gruppe austauschen.

Oder Ihr macht ein paar Trainings-Spiele, z.B. möglichst ungewöhnliche Glücksmomente wahr zu nehmen, und dann den anderen zu erklären. Damit kann man zum Profi in Glücksmomenten werden!

Euch werden bestimmt auch noch mehr Möglichkeiten einfallen, was Ihr alles machen könnt, da bin ich sicher.

Also, lieber Sven, ich denke mal, hiermit hast Du schon Anregungen für ein paar Monate!

Ich wünsche Dir und Deinen Freunden also viel Spaß und jede Menge Glücksmomente.

Alles Liebe,

Stefan

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