Erfahrungen der Testleser mit dem neuen Buch

 
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BeitragVerfasst am: Mi Dez 15, 2004 10:27
   Titel: Erfahrungen der Testleser mit dem neuen Buch


    

Hallo Leute,

das neue Buch (Glücksmomente) wurde von einigen Testlesen bereits Probe gelesen. Sie haben mir ihre Erfahrungen mit dem Buch zukommen lassen und sich bereit erklärt, dass ich diese Erfahrungen hier im Forum veröffentlichen darf. Die Testleser bestanden zum großen Teil aus Glückstrainern und Leuten, die noch bei Ella Kensington in der Ausbildung sind.

Im Buch befindet sich eine finale Übung, die auch für die Glückstrainer neu war. Mir war beim Entwickeln dieser Übung bewusst, dass sie etwas ganz Besonderes ist. Mir war jedoch nicht bewusst, wie groß das Glückspotenzial dieser Übung tatsächlich sein würde. Die Erfahrungen meiner Testleser ließen mir teilweise Gänsehaut über den Körper jagen. Ella Kensington geht mit dieser Übung auf ein neues Niveau des Glückstrainings.

Besagte finale Übung bezieht sich auf die Veränderung von Prägungen, welche unsere Charaktereigenschaften, unsere Ziele und Wünsche, unsere Stärken und Schwächen, unsere Ängste und unsere Glaubenssysteme bestimmen. Kurz: Diese Übung kann auf einen Schlag alle Glückskiller beseitigen und unsere gesamte Persönlichkeit zum Positiven verändern!

In der Regel entstehen Prägungen durch traumatische Erlebnisse oder durch Erziehung. Wenn man von seinen Eltern beispielsweise durch die gesamte Kindheit hindurch erzählt bekommt, dass man aufpassen muss, das andere Menschen nicht erfahren, wie man „wirklich“ ist (nämlich scheiße!), dann wird man diese Suggestion natürlich irgendwann glauben. Mehr noch: Man wird sein gesamtes Leben darauf aufbauen. Niemand soll natürlich merken, dass man scheiße ist. Man wird überall und immer darauf acht geben. Das bedeutet, dass diese Überzeugung, welche die Eltern einem eingepflanzt haben, sich auf alle Lebensbereiche auswirkt. Es gibt dann keinen Augenblick, wo man nicht darauf achtet. Selbst, wenn man alleine mit sich ist, wird man unbewusst darauf achten. Niemand will scheiße sein. Wenn man jedoch davon überzeugt ist, dass dies in Wirklichkeit der Fall ist, wird man diese Überzeugung verdrängen oder sich gleich umbringen. Sobald dieses Thema jedoch angesprochen wird, bei einer Kritik zum Beispiel, oder wenn man einen Fehler macht, geht voll die Post ab. Das Problem wird heftig verdrängt und zugedeckt.

Was ich damit sagen will: Es gibt Probleme, die uns auf Schritt und Tritt begleiten und die sich auf jede Sekunde unseres Lebens negativ auswirken. Sie prägen damit unsere Persönlichkeit.

Solch eine Prägung kann wie gesagt auch durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst werden. Man kommt durch dieses Erlebnis dann möglicherweise selbst auf die Idee, dass man scheiße ist und dies keiner merken soll. Die Auswirkung sind die gleichen.

Nur zur Sicherheit: Die Prägung „Ich bin scheiße und keiner soll es merken“ ist nur ein Beispiel. Es gibt unzählige Überzeugungen über sich selbst und das Leben, die uns prägen. Manche davon prägen uns positiv und mache negativ.

Hier noch ein weiteres Beispiel: Stellt euch vor, ein Neugeborenes wird direkt nach der Geburt in einen Brutkasten gelegt, abseits von den Eltern, in einem speziellen Raum, wo es wenig Aufmerksamkeit bekommt. Irgendwann stellt es jedoch mehr unbewusst als bewusst fest, dass es sich mächtig lautstark bemerkbar machen muss, wenn es etwas braucht. Dieses Kind würde vermutlich auch dann später zu Hause sehr viel weinen.

Stell dir vor, es hätte Eltern, denen es „nicht viel ausmacht“, wenn ihr Kind ein bisschen herumschreit. Sie lassen es halt schreien, sofern sich das Schreien nicht so dramatisch anhört, als würde das Kind gleich sterben!

Damit bekäme dieses Kind auch in den ersten Lebensmonaten immer wieder die Bestätigung, dass es sich lautstark bemerkbar machen muss, wenn es Aufmerksamkeit will. Schnell würde diese Lernerfahrung zur Prägung. Es wäre selbstverständlich. Dieser Mensch würde sein gesamtes Leben auf diese Prägung aufbauen.

Mit der angesprochenen Übung können solche Prägungen verändert werden. Leider kann ich diese Übung hier im Forum nicht ausführlich beschreiben. Um die Übung machen zu können, braucht es mehrere Vorübungen. Es sind genau die Übungen, die wir auf den Seminaren oder im Camp anbieten. Mit diesem Buch liegen sie jetzt auch in Schriftform vor. Für die Übungsanleitungen brauchte es 200 Buchseiten. Diese 200 Seiten kann ich natürlich nicht ins Forum stellen. Daher hier nur eine kurze Zusammenfassung zum Verständnis.

Die Übung baut darauf auf, dass wir die Welt so sehen, wie sie in unserer heutigen modernen Zivilisation tatsächlich ist. Wenn ihr „Die Glückstrainer“ oder die aktuelle Version von „Mary“ gelesen habt, dann wisst ihr, dass wir das für gewöhnlich nicht tun. Wir sehen die Welt aufgrund unserer Urinstinkte in vielen Situationen so, wie ein Steinzeitmensch, der im Urwald lebt, sie sehen würde.

In mehreren Vorübungen wird der Leser darauf trainiert, die Gefühle, die er bisher auf die Steinzeitsichtweise der Welt aufgebaut hatte, innerhalb von Sekunden zu verändern und in Ordnung zu bringen. Er zieht sich sozusagen emotional aus der Steinzeitwelt heraus und geht in die Welt der modernen Zivilisation hinein.

Die finale Übung im Buch baut auf diese Fähigkeit auf. Sobald der Leser in der Lage ist, den gewünschten Wechsel in seinen Emotionen innerhalb von wenigen Sekunden zu vollziehen, kann er mit dieser Übung sein gesamtes Leben in ein neues positives Licht rücken. Dazu versetzt er sich in Gedanken in seine Kindheit zurück. Er geht genauer gesagt bis zum Zeitpunkt seiner Geburt zurück, oder sogar noch davor. Damit die Übung funktioniert, muss er sich in alle Familienangehörigen und alle Menschen hineinversetzen, die für ihn damals wichtig waren und an ihrer Stelle den gewünschten Wechsel in den Gefühlen vollziehen. Alle Angehörigen haben danach also nur noch Zivilisations-Gefühle.

Ziel dieser Übung ist es, sich anzuschauen und vor allem nachzuempfinden, wie das eigene Leben gelaufen wäre, wenn die gesamte Familie bereits dieses Buch gehabt und umgesetzt hätte. Was wäre alles anders gelaufen? Und was für ein Mensch wäre man geworden?

Die Einsichten, die man auch emotional während dieser Übung gewinnt, verändern das gesamte Lebensgefühl. Das Neuerleben des eigenen Lebens wirkt sich unglaublich stark auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit aus. Man wird tatsächlich ein neuer Mensch, und genauso fühlt man sich nach dieser Übung auch. Dazu muss man noch nicht einmal auf die Suche nach irgendwelchen Prägungen gehen. Da man mit dieser Übung zeitlich gesehen im Babyalter startet und so das gesamtes Leben durchgeht, verändert diese Übungen alle Prägungen automatisch.

Etwas Vergleichbares hatten wir bisher bei Ella Kensington nicht. Wir gehen daher wie bereits erwähnt, in eine neue Ära des Glückstrainings.

Zukünftig werden wir in unserem Glückskonzept einen Schritt weiter gehen als bisher und wenn möglich dort starten, wo das Buch aufhört. Voraussetzung ist, dass das Buch gelesen wurde. Für das Training bei einem Glückstrainer ist dies keine Pflicht, aber es wäre auch hier sehr sinnvoll.

Für das Seminar oder das Camp werden wir das Buch zur Pflichtlektüre erklären. Es ist wenig sinnvoll, im Seminar all das zu vorzubeten, was man im Buch in aller Ausführlichkeit und sehr viel günstiger nachlesen kann. Die praktische Umsetzung, die wir dann auf das Buch aufbauen werden, wird deutlich einfacher, spielerische und noch einmal deutlich effektiver als unser bisheriges Trainingskonzept. (Im Weihnachts-Camp werden wir die neue Übung bereits einbauen!)

Nachfolgend also die Erfahrungen, die meine Testleser mit dieser Übung gemacht haben. Ich wünsche euch die gleiche Gänsehaut, die ich beim Lesen teilweise hatte. Alles Liebe

Bodo

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BeitragVerfasst am: Mi Dez 15, 2004 10:28
   Titel: Erfahrungen der Testleser mit dem neuen Buch


    

Hallo Ihr Lieben,

die neueste Übung hat so eine bombastische Veränderung in mir bewirkt, dass ich regelrecht überwältigt war. Seither bin ich absolut mächtig motiviert, Dinge zu tun, die ich bis dahin immer vor mir herschob, oder gar nicht machte, weil ich mich überfordert fühlte. Ich muss sagen, das normale Glückstraining hat ja schon Welten bei mir bewegt und meinem Leben wieder Sinn gegeben, vor allem neuen Lebensmut und das absolute Ja zu mir selbst. Doch diese Übung ist noch einmal eine Steigerung die Seinesgleichen sucht und im Moment auf seine Weise meiner Meinung nach einzigartig ist. Es ist als würden die letzten Widerstände, das letzte Hindernis zum Glück sich in Luft auflösen und das alles nur, weil ich gedanklich die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet habe und damit mein Leben vom Babyalter an bis jetzt durchgegangen bin, mit dem Wissen der heutigen Welt. Und nun lass ich Euch alle gerne daran teilhaben, und wenn ihr wollt, lade ich Euch herzlich ein zu einem Ausflug in meine Vergangenheit.

Das erste was bei mir passiert ist, als ich die Rolle meines Vaters aus der neuen Sichtweise angenommen hab, ich war so gerührt, dass ich geweint habe vor Freude, wow was für ein Gefühl, ich fühlte diese unbeschreiblich ehrliche Liebe meiner Frau die mich mit diesem kleinen Würmchen auf dem Arm erwartet, so ein zartes liebes Baby, ich fühlte so eine tiefe Liebe und ich war Stolz, das ist meine Tochter. Und ich fühlte, dass ich alles für dieses kleine Geschöpf tun würde, alles was in meiner Macht steht und auch für meine Frau, die Mutter unseres Kindes. Ich würde ihr helfen so gut es ging, mit ihr gemeinsam unser Kind auf eine glückliche wundervolle Welt vorzubereiten, und die Glücksmomente im Leben zu sehen und unserem Kind zu zeigen. Noch jetzt könnt ich grad weinen vor Rührung.

Als ich dann noch einen nach dem anderen aus unserer Familie mit dazu geholt habe zu diesem Moment der Geburt, die Oma´s, Tanten, Onkel, fühlte ich als Baby eine solche unbeschreibliche Stärke, ich fühlte mich unsagbar beschützt und geliebt, es war gigantisch. Ich fühlte, dass die gesamte Familie hinter mir steht und alle nur das Beste für mich wollen, mir helfen so gut es ihnen möglich ist, mich auf das Leben vorzubereiten und vor allem mich so gut sie können zu unterstützen, dass ich ein glückliches Leben führe. Ja und für mich das Entscheidenste dabei war, dass mir bewusst wurde, dass meine Eltern, Oma´s, Onkel,...aus dieser Übung ja in Wirklichkeit nichts anderes wollen, als die Eltern, Omas,... die mich so groß gezogen haben, wie sie es taten. Aus ihrer Sicht, wohl der einzige Weg um zu dem großen Ziel zu kommen, nämlich dass ich glücklich bin und es mir gut geht! Das war auch toll. Ja und mein Leben, das wäre wohl ganz anders abgelaufen. Wer weiß vielleicht hätte ich sogar studiert, ich hab mich plötzlich fähig dazu gefühlt, obwohl ich ja in der Schulzeit nicht grade gut war, doch es war ja alles nur aus Angst heraus zu versagen.

Ach ja vielleicht noch was wichtiges, Anfangs tat ich mich schwer mir überhaupt vorzustellen, dass meine Eltern die neue Sichtweise haben könnten, da ich ja weiß dass es damals noch ein bisschen anders aussah und das Überleben nicht ganz so sicher war wie heute, wegen Geldmangels, doch dann hat es mir geholfen, so zu tun als ob,... und schon hat´s geklappt und der Geldmangel war kein Problem mehr, denn die Oma´s und Onkels und Tanten waren ja da und die Familie hat zusammen gehalten. Wow

Ja und schlussendlich fühl ich mich jetzt stärker und mutiger als vorher, ich denk an meine Familie und fühle dass sie hinter mir stehen und IMMER das beste für mich wollten.

Einfach genial.

Und nun erzähl ich gerne noch von meinen Lebensetappen - waren schon so einige - die sicher anders gelaufen wären.

Also z.B. Kindergarten, ich weiß von meiner Mutter, dass die Kindergärtnerin die Kinder immer geschlagen hat, und am Abend wenn die Eltern kamen war sie ganz arg nett. Nun meine Mama hat sich nur irgendwann ihre Gedanken gemacht, weil ich nicht in den Kindergarten wollte und immer schrecklich geweint habe. Sie kam dann mal unverhofft früher und hat es gesehen, auf ihre Beschwerde hin musste die Kindergartentante dann gehen. Mit dem neuen Denken wäre das viel schneller gegangen, denn ich hätte es sicher sofort erzählt, weil ich ja gewusst hätte dass die "Tante" keine Gewalt ausüben darf und ich hätte das den anderen Kindern erzählt und die hätten es dann ihren Eltern erzählt und die Tante wäre sicher viiiel früher gegangen worden.

Schule: da ich ja sehr schüchtern war und als Kind schon das Todstellen geübt habe aus Angst vor Gewalt und auch nach außen eher schwach erschien, wurde ich immer von den Jungs gehänselt. Das ging sogar soweit, dass ich mal auf dem nach Hause Weg von zwei Jungs ins Spargelfeld gezogen wurde und mit Spargelruden verprügelt. Das war das einzige mal dass sich dann meine Eltern eingemischt haben und sich bei den Eltern beschwert haben. Nun wäre ich mit dem Wissen über Instinkte und die Rechte unserer Gesellschaft aufgewachsen, wäre es wohl gar nicht erst soweit gekommen. Es kann ja sein, dass der eine oder andere Klassenkamerad mich nicht mag, aber das wäre ja kein Problem gewesen, denn es müssen ja nicht alle zu mir passen, und es gibt noch genug bei denen ich erwünscht bin, und außerdem bin ich beschützt. Ich hätte den "großen Bruder" - den ich ja nicht wirklich hatte - trotzdem allgegenwärtig gefühlt, nämlich den Staat und hätte dadurch sicherlich ein ganz anderes und vor allem selbstbewusstes Verhalten gehabt. Und mal ganz ehrlich, auch für die Jungs die ja vermutlich selbst ein Problem hatten, sonst hätten sie´s ja net an den vermeintlich Schwächeren auslassen müssen, nun für diese Jungs wär´s sicher kein Spaß gewesen jemand hänseln zu wollen, der dann auch noch lacht *zwinker* macht ja keinen Spaß wenn sich das "Opfer" gar nicht ärgert. Ja und ich kann mir vorstellen, dass ich als leuchtendes Beispiel voraus gegangen wäre und den "Schwächern" Kindern erzählt hätte wie die Welt doch eigentlich wirklich ist und dass ja in Wirklichkeit diese "bösen" Jungs das Problem haben. Wer weiß vielleicht wäre unsere Schule eine der ersten geworden - außer der in der Du mit dem neuen Denken groß geworden bist *zwinker* - in der ein respektvolles wirkliches Miteinander gelebt wird und man richtig Spaß hat wenn man sich gegenseitig hilft, halt so richtig Synergie macht.

Ja das geht dann noch weiter, das mit der Schule. Wahrscheinlich wäre ich gar nicht auf die Wirtschaftsschule gegangen, denn da bin ich ja bloß hin weil meine Freundin das gemacht hat. Ich wäre wohl eher auf eine Realschule und hätte dann den künstlerischen Zweig gewählt, denn ich hätte ja gewusst, dass ich immer Freunde finden werde auch wenn ich kein anderes Kind kenne. Oder wenn ich auf die Wirtschaftsschule gegangen wäre, dann hätte ich sicher nicht den Kaufmännischen Zweig sondern den Mathematischen gewählt, denn in Mathe war ich im Gegensatz zu Rechnungswesen super gut. Die Formeln Algebra usw. das hab ich geliebt, eckige Klammer, geschweifte Klammer a x b usw. herrlich, nur hat das dann ja aufgehört und Rechungswesen kam, igitt, find ich heut noch schrecklich *grins*. Nun und dann hätte ich ja auch noch Physik und Chemie gehabt, herrlich, ich hab als Kind einen Chemiekasten gehabt, das war mein allerliebstes Spielzeug, und dann noch das Mikroskop, die Fassettenaugen einer Fliege darunter anschauen sooo spannend oder einen Wassertropfen aus dem Gartenteich und darin die Pantoffeltierchen entdecken, ich habe es geliebt, und das hätte ich dann in der Schule gehabt. So spannend.

Ja und außerdem hätte mein Vater mich ja auch nicht anschreien müssen wenn ich was nicht verstehe, oder wenn er´s mir nicht mehr erklären konnte, und er hätte mir auch nicht ständig vorhalten müssen dass ich sooo blöd bin, sondern wir hätten sicher jemand gefunden der mir die Dinge erklären kann. Es hätte immer eine Lösung gegeben für alles. Ja und ich wäre sicher auch zu den Lehrern gegangen wenn ich es nicht verstanden hätte und sie gebeten es mir genau zu erklären damit ich es verstehen kann. Das hab ich mich ja so niiie getraut, ich hätte ja in Ungnade fallen können. Das wäre dann nicht mehr so gewesen, weil ich ja gewusst hätte dass es ja des Lehrers Job ist es mir zu erklären.

Dann der Beruf, nun wahrscheinlich wäre ich sowieso wo ganz anders gelandet, aber nehmen wir mal an ich wäre trotzdem im Büro gelandet und hätte bei der Postbank gearbeitet. Das war eine der schlimmsten Zeiten dort, denn ich wurde von bestimmten Mitarbeiterinnen gemobbt. Nun das wäre sicher nicht passiert, denn sie hätten mich ja nicht mobben können. Ich hätte ja zum einen gewusst dass sie das wirkliche Problem haben und zum anderen, dass mein Rudel in Wirklichkeit riesengroß ist und ja nicht alle aus der Firma zu mir passen müssen. Ja und ich hätte sicher auch nicht so lange dort aushalten müssen aus Angst ich könnte nichts besseres finden, oder ich müsste verhungern ohne Arbeit, sondern hätte mich schon früher daran machen können einen Job zu finden der Spaß macht und wo ich als Kollegin geschätzt und geachtet bin, denn mein Überleben ist ja gesichert.

Thema Beziehungen; nun ich hätte nicht erst warten müssen bis der neue Partner auf der Bildfläche steht bevor ich mich trenne aus Angst ich hab dann kein Rudel mehr. Ich hätte einfach sagen können, dass es nicht funktioniert, wenn ich es gemerkt hätte. Ja und ich denke die meisten Beziehungen wären sowieso nicht erst zu Stande gekommen weil ich gemerkt hätte dass diese Menschen nicht wirklich zu mir passen. Ich hätte sicher auch nicht geheiratet, denn das war ja damals - so blöd es auch klingen mag, Torschlusspanik - und der richtige Partner hätte vielleicht schon viel früher in mein Leben treten können, weil ich mich gezeigt hätte wie ich wirklich bin. Also eine Geschichte wie damals mit meinem Expartner der mich ein Jahr lang hingehalten hat, wäre sicher nicht geschehen, denn ich hätte sehr schnell gesehen was da los ist und ich hätte gesagt was ich will und dass es für mich nicht die Vorstellung einer Partnerschaft ist, wenn mein Freund ständig bei einer anderen rumhängt. Ich hätte ja gewusst dass es noch viele potentielle Herzchenträger(Partner) gibt und ich nicht sterben werde wenn er geht. Ja und letztendlich hätte ich auch mal alleine leben können, denn alleine bin ich ja nicht wirklich, es gibt immer sooo viele Menschen die mich mögen und die dann auch in den jeweiligen Kategorien passen.

Dann die Freunde, ich hätte mich nicht immer anpassen müssen um irgendwie dazu zu gehören und mich dann einsam fühlen, weil ich ja doch nicht wirklich dazu gehört habe. Ich hätte einfach gezeigt wie und wer ich bin und hätte natürlich dementsprechend von Anfang an die Menschen in meinem Rudel gehabt die mich so mögen wie ich bin. Sicher hätte ich mich auch nicht so einsam gefühlt wie die längste Zeit meines Lebens und nirgends dazugehörig, denn ich hätte ja meine Eltern und Verwandten gehabt die mir gezeigt hätten dass sie mich so lieben wie ich bin. Dass sie zwar das eine oder andere Verhalten nicht mögen aber darüber kann man reden, mich als Mensch lieben sie aber, und dadurch wäre ich auch so in die Welt gegangen und hätte mir von Anfang an die Menschen ausgesucht die wirklich zu mir passen. Darum hätte ich mich sicher auch nicht einsam gefühlt wie ein Außenseiter der nirgends dazu passt.

Ja und nun komm ich langsam zum Schluss der wohl auch der wichtigste für mich hier bei diesem Erkenntnisprozess ist, ich hätte mir die wunderschöne Krankheit MS gespart, denn ich hätte nicht unheilbar krank werden müssen, damit ich zum einen machen kann was ich will, und zum anderen von meinem Vater endlich die Liebe erfahre nach der ich mich immer gesehnt habe, denn er hätte sie von Anfang an offen und ehrlich gezeigt.

Natürlich weiß ich inzwischen, dass mein Vater mich immer geliebt hat, und es nur selber nicht so zeigen konnte weil er wiederum seine eigenen Prägungen und Themen mit sich herumträgt, doch das hab ich erst nach der Diagnose gesehen. Tja ich denke soweit wäre es wohl gar nicht erst gekommen, denn seine Liebe zu mir, hätte er mir von Anfang zeigen können und auch, dass ich immer tun kann was ich will und es für alles eine Lösung gibt.

Und insgesamt hätte ich mich wohl nicht ständig traurig sondern sehr glücklich gefühlt, denn ich hätte ja ständig auf die verborgenen und offensichtlichen Glücksmomente im Leben geachtet.

So ihr Lieben, das ist jetzt mal alles was mir auf Anhieb dazu eingefallen ist zu dieser Übung. Ich denke ich wäre einfach einen anderen Weg gegangen, selbstständiger, und vor allem mit einer großen Portion Selbstbewusstsein. Und wer weiß vielleicht hätte ich sogar studiert und wäre Psychologin oder so was geworden. Oder eine bekannte Künstlerin, doch was hält mich denn auf, das heute noch anzugehen? Meine Kreativität kann ich auf jeden Fall fließen lassen, und Psychologie muss ich nicht studieren, denn jetzt hab ich ja ella.

Nun ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben und vielleicht hat es ja den oder anderen inspiriert ein bisschen tiefer in die neuen Sichtweisen einzusteigen. Ich kann nur sagen es lohnt sich!

Euch allen eine wundervolle Zukunft mit mega vielen Glücksmomenten und Mega Spaß!!!

Alles Liebe

Petra

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BeitragVerfasst am: Do Dez 16, 2004 18:49
   Titel: Erfahrungen der Testleser mit dem neuen Buch


    

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Auch ich war Testleser und habe die neue Übung gleich ausprobiert und bin aus dem Staunen nicht mehr heraus gekommen.

Manche denken vielleicht, wenn sie sich mit ihrer Kindheit beschäftigen, dass dann etwas ganz schlimmes zum Vorschein kommt, was sie verarbeiten müssen und lauter so einen Quatsch. Deshalb dachte ich, ich schreibe euch mal, was sich bei mir getan hat.

Ich hatte so lange ich denken kann immer ein latent ungutes Gefühl bei allem was ich tue. Also bei wirklich allen. Immer war unterschwellig die Angst da etwas falsch zu machen. Es wurde zwar merklich besser, aber dieses komische Gefühl begleitete mich mein ganzes Leben. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen wie gerne ich da Entscheidungen getroffen habe Smile. Auch hatte ich immer Angst um andere, nicht dass ihnen was passiert, sondern dass sie etwas falsch machen. Ich sage euch, es ist so anstrengend immer auf alle und vor allem auf mich selbst aufzupassen, vor allem, wenn man nie weiss was denn jetzt richtig ist.

Immer habe ich versucht es allen Recht zu machen, denn ich wollte ja nix falsch machen. Auch musste ich bei jeder Diskussion Recht haben, denn sonst hätte ich ja falsch gelegen. Daher wollte ich auch die Welt verstehen und wie alles funktioniert. Ich habe mich wirklich mit allem beschäftigt was zu mehr Wissen beigetragen hat. Ruhe konnte ich nie finden. Mein Forscherdrang war nie zufrieden und ich sag euch, dass ist so mühsam.

Also dachte ich, es kann nichts schaden sich das mal anzuschauen und habe die neue Übung gemacht.

Dabei kam ich zu einem „traumatischen Smile“ Kindheitserlebnis, dass ich euch unbedingt erzählen muss.

Ich war gerade mal drei Jahre alt und im Kindergarten. Meine Freundin hatte Geburtstag und der wurde dort so richtig gefeiert. Auch bekam sie ein Geschenk, eine Papierpuppe, die man mit Papierstreifen an und ausziehen kann. Das wollte ich auch haben.

Ich fand das wohl so toll, dass ich mir etwas überlegt hatte. Wenn jemand im Kindergarten Geburtstag hatte, brachte er Süssigkeiten für die anderen Kinder mit.

Wir hatten zuhause ein Lebensmittelgeschäft. Ich ging also morgens vor dem Kindergarten in den Laden und holte mir heimlich Bonbons und packte sie in meine Tasche. Da mein Papa immer schon dort war, war das gar nicht so leicht. Dann ging ich alleine in den Kindergarten und erzählte dort, dass ich Geburtstag habe. Dort wurde ich riesig gefeiert und natürlich bekam ich auch die Papierpuppe. Das ganze ist wohl nicht aufgefallen. Ich habe ein halbes Jahr später, also im Juni Geburtstag. Der Tag nahte und ich hatte schon dauernd das Gefühl es könnte jetzt auffallen, dass ich schon wieder Geburtstag habe. Und so war es auch. Als ich dort war und meine Süssigkeiten verteilte meinte die Nonne, die dort der Chef war „wie kann denn das sein, du hattest doch erst Geburtstag „.

Da fiel mir wohl das Herz in die Hose. Ich weiss nicht mehr genau was dann passierte, nur dass diese Nonne es wohl gut gemeint hat und mir schrecklich gedroht hat. Ich hätte etwas falsch gemacht, was wirklich böse ist und wenn so etwas noch mal passiert, würde etwas Schreckliches passieren. Und sie würde es meinen Eltern sagen und die wären dann enttäuscht von mir, denn so ein Kind dass lügt und stiehlt will man ja nicht haben. Tja, vielleicht könnt ihr euch ja ein bisschen vorstellen, wie dann meine Kindergartenzeit und dadurch auch mein weiteres Leben weiterging. Unterschwellig war immer klar, noch einen Fehltritt und ich war so gut wie tot. Ich denke dass ich gar nicht kapiert hatte, was ich denn schlimmes getan habe (wollte doch nur die Puppe Smile) und konnte so richtig und falsch nicht wirklich unterscheiden. Ich musste also immer das tun, was andere erwarten und musste herausfinden was das war.

Als ich dann die Übung gemacht habe und meine Eltern in die neue Sichtweise gestellt habe wurde klar, dass sie mich deshalb nicht verstossen hätten. Nein, ich konnte sogar fühlen, dass sie auch Stolz gewesen wären, dass ihre so junge Tochter so clever war und hätten sich sicherlich darüber amüsiert. Auch die anderen Kinder und meine Geschwister hätten mich deshalb nicht abgelehnt, sondern ich hätte Anerkennung für meinen Mut bekommen. So bin ich dann alles durchgegangen und habe dann überlegt, wie denn mein Leben anders gelaufen wäre, wenn ich meinen Eltern gleich davon erzählt hätte und nicht jeden Tag die Angst gehabt hätte die Nonne erzählt es ihnen.

Es wäre ein anderes Leben gewesen. Ich bin viele Lebensetappen durchgegangen. Die Schulzeit, mein Ausbildungsweg. Ich glaube ich wäre kein Steuerberater geworden. Vielleicht hätte ich Sport studiert. Oder ich hätte mit anderen Menschen und Tieren arbeiten wollen.

Naja, wer weiss, ist ja auch nicht wichtig. Ich stehe jetzt hier an einem Punkt in meinem Leben wo ich in der Lage bin Entscheidungen zu treffen und neu durchzustarten. Ich muss es anderen nicht mehr recht machen, ich kann stolz auf mich sein, brauche nicht mehr die Anerkennung im Aussen und kann tun und lassen was ich will……das ist Freiheit pur. Ich kann meine Beziehung mit Beat leben ohne ständig Angst zu haben, dass ich was falsch mache oder nicht genug für die Beziehung tue. Ich muss mir nicht ständig die Frage stellen ob er der Richtige ist. Ich kann einfach leben und schauen was der Tag mir bringt. Ich muss nicht erst krank werden um mir selber etwas zu gönnen und Pause zu machen. Ich kann für mich da sein und muss nicht der Bedenkenträger der Welt sein. Ich kann andere ihren Weg gehen lassen und muss nicht mehr auf sie aufpassen und auf sie einreden. Ich brauche keine Vorgaben mehr was richtig und was falsch ist. Und das Beste: Ich muss nicht mehr verstehen wie die Welt funktioniert. Es interessiert mich noch immer, aber mit der neu gewonnen Einstellung mache ich das nur noch aus Spass und nicht weil es Lebensnotwendig ist.

Ihr seht, es muss kein tragisches Ereignis dahinterstecken, was einen prägt und einem das Leben schwer macht. Es können so banale Dinge sein.

Achja, ich habe mich letzte Woche getraut meine Eltern zu fragen, ob sie denn davon wussten, was ich damals getan habe. Meine Mutter fing an zu Lachen und sagte „ Ja klar, die Nonne hat es ja erzählt. Wir haben damals darüber gelacht, was ich für Ideen hätte und waren schon ein bisschen stolz auf dich“.

Wünsche euch eine tolle Zeit

Alles Liebe

Gitti

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BeitragVerfasst am: Mo Jan 03, 2005 17:50
   Titel: Erfahrungen der Testleser mit dem neuen Buch


    

Hallo Zusammen,

die neuste Übung birgt mehr Potenzial, als ich im Augenblick ermessen kann. Erstaunlich war, dass es eigentlich gar nicht so schwer ist, alte Erinnerungen wieder zu finden. Es geht leichter als erwartet. Ich bin seit kurzem Papa, und werde wieder mit Dingen konfrontiert, die ich schon als erledigt gesehen habe. Z.B. ist da der Rudelkampf. Ich mache also Rudelkampf mit meiner Tochter, die mal gerade fünf Monate alt ist. Ich muss ihr nämlich zeigen, was für sie im Augenblick das Beste ist. Vor allen Dingen ist es wichtig zu schlafen, und zwar dann, wenn ich es für richtig halte. Ich habe schließlich die lange Lebenserfahrung und weiß bescheid. Und die Erfahrungen der Eltern und Verwandte und Freunde bestärken mich in meinem Tun, dem Rudelkampf. Die Kinder dürfen nicht verwöhnt werden. Die müssen lernen allein einzuschlafen. Schreien stärkt die Lungen. Da muss man durch. Eltern sein ist nun einmal nicht einfach, usw.

Da mein Verhältnis zu meinem Vater nicht das allerbeste war, hab ich mir gedacht, mit ihm anzufangen und diese Übung zu machen. Auch ich konnte erst gar nicht in diese Welt eintauchen und habe so getan als ob, um zu sehen, was passiert. Ich bin also als mein Vater in die rechte Welt gegangen und stand zunächst völlig orientierungslos uns verwundert dort rum. Nach einem Augeblick hab ich angefangen mich zu entspannen. Ich konnte mich total entspannen. Meine Körperhaltung hat sich verändert. Ich wurde viel weicher. Ich konnte die Bedürfnisse meiner Frau gleichberechtigt annehmen und meinen Kindern konnte ich eine Art von bedingungsloser Liebe entgegen bringen und sie auch tatsächlich zeigen. Und die Kinder konnten auch ihre Gefühle zeigen und sich vollkommen bei ihm fallen lassen. Es waren plötzlich keine Erziehungsmaßnamen mehr notwendig. Und da hat es Peng gemacht. Viele Situationen bin ich dann durchgegangen, bei denen ich mega schlechte Gefühle bei meinem Vater hatte. Prügel bei schlechten Klassenarbeiten waren nicht mehr notwendig. Er könnte mir Trost geben und mich auf eine spielerische Art motivieren besser zu lernen. Er würde auch meine Freizeit akzeptieren und nicht bei jeder best möglichen Gelegenheit Rechenaufgaben stellen. Er braucht nicht mehr nachtragend sein um mich so zu bekommen, wie er es wollte. Er braucht mich nicht mehr ablehnen, wenn ich einen Unfall erleiden würde, sondern würde mir Trost spenden und mit mir üben, so dass ich besser mit dem Fahrrad umgehen könnte. Und bei all diesen Sachen würden wir viel Spaß haben und wir würden dadurch enger zusammen wachsen können. Ich würde mich heute freuen, wenn er sich zum Besuch anmeldet. Ich würde ihm gerne bei Dingen helfen, wenn er mich darum bittet. Ich könnte mit jedem Problem zu ihm kommen. Wenn die Kleine jetzt also am weinen ist oder sie ist schlecht drauf, tu ich erst einmal so, als wäre ich ein zivilisierter Papa (ich springe zunächst bewusst in die zivilisierte Welt, weil ich noch nicht genau weiß, wo ich jetzt stehe). Mir fallen dann richtig gute Maßnahmen ein, wie ich der Kleinen helfen kann besser zurecht zu kommen. Und alles läuft viel einfacher und leichter !!!! Diese Übung hilft mir auch dabei mit meinem Vater Frieden zu schließen. Er konnte damals nicht anders handeln. Er wollte immer das Beste für mich und er hätte vieles auch anders machen wollen. Nur waren das seine Maßnahmen, die er kannte und von seinen Eltern gelernt hatte.

Liebe Grüße

Carsten

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BeitragVerfasst am: Di Jan 04, 2005 09:39
   Titel: Erfahrungen der Testleser mit dem neuen Buch


    

Hallo ihr Lieben,

ich habe die Übung des neuen Buches in Etappen gemacht und bin dabei in meiner Erinnerung auf viele kleine Situationen gestossen, die ich noch als "Altlast" mit mir herumschleppte.

Z.B.:

Momente aus dem Schulleben, als ich immer auf der Hut war, dass ich bloss nichts falsch machte. Immer die Angst, nicht gut genug zu sein und vor allem, dass mich die anderen bloß leiden mochten. Wie peinlich es war, wenn ich "dran" war und nicht die richtige Antwort wußte...wie wichtig es war, dass mich keiner ablehnte. Meine Erinnerung an diese Zeit ist von einem latent unsicheren Gefühl in mir geprägt.

Das wurde in der Ausbildung auch nicht anders. Sicher, ich erwarb neue Fähigkeiten, neues Wissen und lernte, es einzusetzen, doch blieb immer dieses merkwürdig unsichere Gefühl in mir. Ich war ja noch lange nicht "fertig" aus meiner Sicht, ich mußte noch so viel können, um den anderen auch nur ansatzweise gleichwertig zu sein.

Ich heiratete, bekam zwei Kinder und hatte auch dabei immer wieder Zeiten, in denen sich dieses Gefühl meldete. Machte ich alles richtig mit der Erziehung? Mit der Pflege? Bekamen meine Kinder genug Liebe? Irgendwann: waren meine Kinder auch "gut" genug für die harte Welt?

Und wie war das mit meinen positiven Gefühlen für andere? Ich durfte sie nicht gleich zeigen...das "tat" man nicht und außerdem hätte es ja sein können, dass die anderen die Situation ausnutzen oder dass ich möglicherweise dem anderen positive Gefühle gegenüberbrachte, die er nicht erwidern würde. Das war eine grosse Gefahr...es hätte mich zutiefst verletzen können. Dies resultiert vermutlich auch aus der folgenden Erfahrung aus meiner Kindheit:

Im engeren Umkreis meines Elternhauses waren damals einige Kinder. Im zarten Alter von ca. 6 - 8 mochte ich einen Jungen aus der Nachbarschaft besonders gern. Ich war, wenn man das in dem Alter schon so sagen kann, regelrecht verliebt in ihn. Ich wollte ihm zu gern zeigen, wie sehr ich ihn mochte. Nach langem Zögern und Überlegen und nach mehrfachen Durchquatschen mit meiner damals besten Freundin traute ich mich und schrieb ihm einen Brief. Diesen Brief ließ ich ihm zukommen...am nächsten Tag traf ich ihn wieder im Kreise seiner Freunde...er hatte sie den Brief lesen lassen und sie verspotteten mich und meine Gefühle für ihn. Allerdings war es ihm auch sichtlich peinlich... ?

Was wäre gewesen, wenn....

Ich ging also als meine Eltern nach rechts und stellte fest, sie hätten selbst eine ganz andere Sicherheit und Liebe gefühlt und diese an mich und meine Geschwister weitergegeben. Ich hätte diese Ängste dann gar nicht entwickeln brauchen und wenn ich doch welche gehabt hätte, hätte ich auch mit meinen Eltern und/oder Geschwistern darüber reden und gemeinsam einen Ausweg finden können.

In der Schulzeit hätte ich nicht darum kämpfen brauchen, dass ich gemocht werde oder dass ich gut bin. Ich hätte so sein können, wie ich bin. Es ist doch egal, ob mich die ganze Klasse mag oder nur einer oder gar keiner...es wären auf der Schule genug andere gewesen, mit denen ich mich hätte austauschen können, die ein Teil meines"Rudel" hätten werden können. Und ich hätte schon mal gar nicht perfekt sein müssen...wozu?

In der Ausbildung wäre mir klar gewesen, dass ich ja noch lerne, dass ich nicht schon alles wissen und können muss, dass ich z.B. ruhig viel fragen darf um es zu lernen. Meine Kollegen wären Kollegen, der Ausbilder ein Ausbilder und der Chef eben der Chef gewesen oder der Chef, in den ich mich verknallt hatte ? und nicht irgendwelche "Überwesen", die alles wissen. Ich hätte mit entsprechenden Kategorien viel bessere Gefühle gehabt.

In der Erziehung meiner Kinder wäre ich viel sicherer gewesen und mir wäre auch klar gewesen, dass ich mit meiner Liebe für sie schon das Beste gebe. Ich hätte mir und meinem Urteil viel mehr getraut und sie diese Sicherheit auch spüren lassen. Ich hätte nicht an ihnen rummäkeln müssen aus der Angst, dass sie besser sein müssen, weil sie sonst nicht klarkommen.

.........

Während ich das vierte oder fünfte Mal mit der Übung rumspielte, nahm ich plötzlich ein Gefühl in mir wahr...es war einfach Liebe. Ich dachte, was ist das denn jetzt? Dieses Gefühl breitete sich aus und ich war ganz perplex...hatte ich doch soeben noch meine Gedanken schweifen lassen... Ich versuchte, zu erfassen, was sich da gerade in mir tat und fühlte weiter in mich hinein. Nun müßt ihr wissen, dass ich diese Übung im Auto machte auf der Rückfahrt von Deutschland nach Den Haag während mein Mann fuhr. Ich begann, ihm zu erzählen was ich fühlte und während ich darüber sprach, wurde es noch klarer: ich fühlte, dass ich in mir ein riesengroßes Potenzial an Liebe habe, aber nicht nur für mich, meinen Mann, meine Kinder oder Familie sondern...für alle/viele und dass ich das auch zeigen darf...auch wenn es nicht immer erwidert werden wird. Oder: oft habe ich mich wohl nicht getraut, diese ganze Liebe in mir zu zeigen, aus Angst auch davor, z.B. meinen Partner oder Familie; eben mir nahestehende Personen, damit zu verletzen. Sie hätten ja meinen können, dass ich sie dann nicht mehr genug liebhabe, wenn ich auch anderen, fremden Menschen liebevolle Gefühle gegenüber habe und sie zeige. Ich erzählte von meinen Gefühlen und der Gewißheit, dass dieses Liebe-Gefühl unerschöpflich ist und dass es unermeßlich viele Varianten hat...wie bei den Passen-Kategorien. Ich kann jeden Menschen in der Kategorie "lieben" und dieses auch zeigen, in der er für mich steht. Dazu passte für mich auch eine Äußerung meiner Schwester vor einigen Jahren, als sie mir (fast ein wenig vorwurfsvoll - "ich hoffe, du verzeihst mir, Schwesterherz") sagte: "Du siehst immer nur das Gute in den Menschen". Dieses Gefühl war so überwältigend..ich saß dann noch eine ganze Weile schweigend neben meinem Schatz und fühlte mich dabei so ruhig, so sicher und völlig glücklich.

Jetzt schreibe ich diesen Bericht in der Gewissheit, in Zukunft noch viel mehr gute Gefühle zu haben und in dem schönen Gefühl, mir meiner selbst wieder ein Stück sicherer geworden zu sein. Ich wünsche euch genauso tolle Erfahrungen/Erkenntnisse wenn ihr die Übung macht.

Alles Liebe für euch

Bettina

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BeitragVerfasst am: Fr Jan 07, 2005 11:21
   Titel: Erfahrungen der Testleser mit dem neuen Buch


    

Erfahrungsbericht neue Übung

Als ich von der neuen Übung gelesen habe, dachte ich sofort: „die muss genial sein“, denn aufgrund meiner NLP-Ausbildung habe ich sehr viel mit Veränderungen von Prägungen durch derartige Methoden, in denen man in die eigene Vergangenheit zurück geht, zu tun gehabt. Ich kannte also schon deren Wirkung, weil ich sie selbst schon oft erfahren hatte.

Da ich auf diese Weise schon die größten Brocken meiner eigenen Vergangenheit aufgelöst hatte, erwartete ich mir keinen sehr großen Effekt mehr von dieser neuen Übung für mich. Welch ein Irrtum!

Ich ging also ziemlich locker an die Sache heran. Was sollte schon großartiges passieren?

Als ich dann als kleines Baby in den Armen meiner „Zivilisations-Mutter“ lag, daneben mein „Zivilisations-Vater“ und meine „Zivilisations-Schwester“ fühlte ich mich derart geborgen, sicher und glücklich, dass ich da gar nicht mehr raus wollte! Es war ein unbeschreibliches Gefühl!

Und dieses Gefühl zog sich dann als Grundstimmung durch meine gesamte Kindheit und Jugend: das Gefühl, sicher zu sein, geborgen zu sein, am richtigen Platz zu sein. Ich konnte ein unbeschwertes Kind sein, ich musste mich nicht um das Wohlergehen meiner Eltern und meiner Schwester kümmern, denn die waren ja als „Zivilisations-Menschen“ ohnehin glücklich. Ich konnte meinen eigenen Gefühlen folgen – meinen Weg gehen!

Als ich dann die Etappen meines Lebens durchging bis zum heutigen Tag, da erkannte ich, dass es das Gefühl eines ganz neuen Selbstbewusstseins war! Der Unterschied war, dass das, was vorher im Kopf klar gewesen war, nun ein Gefühl geworden war!

Ich habe gespürt, dass ich so sein kann, wie ich bin und damit automatisch die Menschen finde, die mich so mögen, wie ich bin. Schluss mit „immer die Beste sein“ „entsprechen wollen“, „alles richtig machen“. Ja, gewusst habe ich das vorher auch und es mir immer wieder bewusst gemacht, nach dieser Übung hatte ich eine ganz andere Gefühlsqualität dazu!

Mein Tipp an alle: auch wenn du glaubst, dass du schon alles aufgelöst hast und ohnehin schon glücklich bist, mach die Übung und lass dich überraschen, welches Geschenk du bekommst!

Viel Spaß dabei

Gabi

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